BÜRGERINITIATIVE "LANGE HECKE"
 STEINBRUCH - NEIN DANKE!                                                                                                         

                   www.keinsteinbruch.eu

                           Weblinks: www.imshausen.de

                                                                 Stiftung Adam von Trott                                                                                                                                        http://www.kirchspiel-solz.de/

KONTAKT BUTTON: Gudrun Gundlach, Imshausen

IMSHAUSEN

HERBST IN IMSHAUSEN 22.10.2020

FOTOS: ©M.Ribitzki


                                                                                      Milchstrasse am 23.06.2020

 FOTOS: ©M.Ribitzki

PORTRAIT IMSHAUSEN

Das Dorf Imshausen ist mit rund 150 Einwohnern einer der kleinsten Stadtteile Bebras. Imshausen wurde erstmals 1278 in einer Urkunde des nahen Klosters Cornberg erwähnt. Durch den mitten im Dorf gelegenen Trottenpark gelangt man zum Herrenhaus mit seinen beiden markanten Flügelgebäuden.

Im Ort gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus, das auch von der bereits 1912 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr sowie vom Tischtennisverein, dem TTC Imshausen 1960 genutzt wird. In Imshausen treffen drei der vier Quincunx-Wanderwege (Adel, Rotmilan und Orchideen) zusammen. Daher eignet sich das Dorf besonders gut als Ausgangspunkt für Wanderungen in die schöne und besonders ruhige Landschaft der Umgebung.

Das Herrenhaus war bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein der Imshäuser Sitz der Familie von Trott zu Solz. Es wurde 1791 in deutlicher Anlehnung an den damals dominierenden französischen Baustil im Übergang vom Rokoko zum Klassizismus, von Rudolf von Trott zu Solz und seiner Frau Eleonore Christiane (geb. Leyser), erbaut.

Der wohl bekannteste Bürger des Dorfes ist der Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz (1909-1944). Nach dem gescheiterten Attentat und Umsturzversuch des 20. Juli 1944 wurde er am 25. Juli 1944 verhaftet. Am 15. August 1944 wurde Adam von Trott durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 26. August 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Das Herrenhaus war von 1950 bis 1995 Sitz der von Vera von Trott zu Solz (1906-1991) gegründeten Kommunität Imshausen, einer geistlichen Gemeinschaft, die heute den Tannenhof oberhalb Imshausens bewohnt. Die Kommunität regte auch die Gründung der Stiftung Adam von Trott an, die heute die Gebäude im Trottenpark als Tagungs- und Begegnungsstätte nutzt. Die landwirtschaftlichen Flächen der Kommunität werden heute von zwei Bioland-Betrieben bewirtschaftet, dem Tannenhof, der vor allem Kartoffeln, Kräuter und Getreide anbaut, sowie dem Milchviehbetrieb Gut Menglers.

Sowohl die Kommunität als auch die Stiftung bieten ihren Gästen, die zu Tagungen und Seminaren, zu Studien- und Einkehrtagen sowie zu längeren Aufenthalten nach Imshausen kommen, die Möglichkeit, ihre Ideen und Projekte in der Ruhe und Abgeschiedenheit der schönen Natur der Umgebung weiter zu entwickeln.

Die Kommunität hat über Jahrzehnte regelmäßig im Sommer Kinderzeltlager organisiert. Das Zeltlagergelände grenzt unmittelbar an die geplanten Erweiterungsflächen für den Steinbruch. Erst vor einigen Jahren wurde die Idee der Kinderzeltlager, die Kindern Ferienerlebnisse in der Natur ermöglichen sollen, von Freunden der Kommunität und dem Kirchspiel Solz, zu dem Imshausen gehört, wieder aufgegriffen.

Oberhalb Imshausens, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kommunität, erinnert ein Gedenkkreuz an Adam von Trott zu Solz und die anderen am Attentat vom 20. Juli 1944 Beteiligten. Hier findet jeweils am 20. Juli eine Gedenkfeier statt, die mittlerweile im ganzen Landkreis und darüber hinaus eine sehr große Bedeutung hat und viele prominente Gäste zu uns gebracht hat.